Eine aktuelle Studie zum Einsatz von Internet und Web 2.0 in Marketing und Kommunikation von B2B-Unternehmen hat die Benchmark Group im Auftrag von BBN herausgegegeben. Hier die wichtigsten Ergebnisse:
- Das Internet besitzt hohe Akzeptanz unter den B2B-Unternehmen: 2009 bewarben 95 % von ihnen ihre Produkte im Netz.
- Im Marketing-Mix nimmt der Anteil an Online-Maßnahmen rapide zu. Bei Print und Sponsoring wird gekürzt, Internet und Web 2.0-Tools werden verstärkt eingesetzt.
- Derzeit konzentrieren sich die Unternehmen noch eher auf das Monitoring ihrer Online-Reputation, als auf Maßnahmen, sie gezielt zu verbessern. Aber mehr als ein Viertel plant, künftig aktiv Einfluss auf Kunden und Interessenten zu nehmen.
- Der Trend von klassischen Maßnahmen zu Online setzt sich fort. In Deutschland wurden die Marketingelder für digitale Maßnahmen von 2008 zu 2010 nahezu verdoppelt.
- 58 % der B2B-Unterrnehmen richten ihre Online-Kommunikation vor allem an Kunden. Selten, um Arbeitnehmer oder Distributionspartner anzusprechen.
- Wichtigstes Ziel der Online-Kommunikation ist in den USA die Verbesserung des Markenimages. In Deutschland steht eher die Verbesserung des Kundenservices im Vordergrund.
- International geben die meisten Firmen an, Web 2.0-Tools zur Verbesserung des Markenimages einzusetzen. In Deutschland geben als Ziel die meisten Unternehmen die Steigerung der Kundenloyalität an.
- Kaum ein Unternehmen nutzt alle Möglichkeiten von Web 2.0-Tools. Wenige nehmen die Chance wahr, in den Dialog mit seinen Kunden zu treten oder Consumer Insights zu gewinnen.
- Die größte Sorge bei Web 2.0-Tools ist die Angst vor schlechtem Inhalt. Nicht interessant zu sein, ist für 80 % der B2B-Marketer die größte Angst, gefolgt von fehlender Erfahrung.
Die Studie beruht auf der Befragung von 112 Unternehmen aus allen B2B-Branchen. Die Firmen operieren in Belgien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Schweden, Südkorea und den USA.
Fazit: Unsere Annahme, dass Online gegen Print immer stärkeres Gewicht bekommt, hat sich bestätigt. Bislang verhalten sich jedoch die B2B-Unternehmen eher abwartend. Das Internet als Medium ist zwar akzeptiert, die Möglichkeit in den Dialog mit seinen Kunden zu treten, um sich selbst und sein Angebot zu verbessern, wird aber bislang noch eher gering ausgenutzt. Die größte Sorge mit Social Media-Werkzeugen besteht darin, uninteressanten Content zu produzieren. Okay, eine Sorge, die professionelle Kommunikations-Partner wie das reklamebüro, nehmen könnte.
Details zur Studie gibt es auf Anfrage bei BBN.


