Mit ‘Social Media’ getaggte Artikel

Keine Angst vor Social Media

Donnerstag, 16. September 2010

Viele Marketing-Verantwortliche fürchten ja, vor dem Einstieg in die sozialen Netzwerke, die Gefahr der negativen (elektronischen) Mundpropaganda. „Lieber schweigen, als Negatives lesen“, so deren Argumentation. Eine These, die nicht zu halten ist. Eine brandaktuelle Studie beweist, dass negative Mundpropaganda nicht stärker weitergegeben wird als positive. Egal ob im persönlichen Gespräch oder mithilfe elektronischer Medien.

„Eine positive Erfahrung teilt man mit dreien, eine schlechte mit zehn.“ Die WoM-Experten von trnd.com wollten wissen, ob dieser oft zitierte Spruch zutreffend ist. Wir nehmen es vorweg: Er ist Stuss. Die Studie belegt im Gegenteil, dass positive Mundpropaganda stärker wirkt als negative. So konnten sich 89 % der Studienteilnehmer an positive Mundpropaganda-Erlebnisse erinnern, aber nur 7 % an negative.

Fazit: Marken brauchen Meinungsäußerungen von Konsumenten nicht zu fürchten. Die Menschen verbreiten gerne Positives und erinnern sich überwiegend an gute Nachrichten. Negative Mundpropaganda verbreitet sich zudem kaum weiter als positive.

Was heißt das für Social-Media-Aktivitäten von Markenunternehmen? Die Angst „schlafende Hunde“ zu wecken durch den Dialog mit den Kunden ist völlig unbegründet. Im Gegenteil, positive Erlebnisse werden ungleich stärker weitergegeben, im Gegenzug bleiben negative weniger oft im Gedächtnis. Ein Grund mehr, die Vorteile sozialer Netzwerke zu nutzen. Gerade für B2B-Unternehmen, die sehr stark auf persönliche Empfehlungen reflektieren.