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Digitalks 2/2: Friends, followers & fans

Donnerstag, 10. Juni 2010

Den zweiten Vortragsblock beim Digitalks for Business in der voestalpine gestaltete Andrea Zajicek (Online und Social Media Management, voestalpine). Sie zeigte, wie der Bereich Social Media in Österreichs einflussreichstem Industriebetrieb aufgebaut wurde. Die Folien des Vortrages „Social Media im Unternehmen“ können ebenfalls auf slideshare.net heruntergeladen werden.

Mit Social Media im Unternehmen voestalpine begonnen hat es eher zufällig im Jänner 2009. Auf facebook suchte Andrea Zajicek nach dem Begriff „voestalpine“. Der wurde zwar nicht gefunden, aber es wurde ihr vom System automatisiert angeboten, eine Gruppenseite zu erstellen. Das hat sie dann auch als Test gemacht. Wenige Wochen später, als sie wieder mal vorbei surfte, hat sie verwundert festgestellt, dass sich bereits viele facebook-User auf der voestalpine-Gruppenseite als „Freunde/Fans“ angemeldet haben. Die Seite wurde nun sukzessive ausgebaut. Einige Zeit zuvor hatte schon Gerhard Kürner, Leiter der Konzernkommunikation, privat begonnen, die Möglichkeiten und Chancen im Social-Media-Feld mit einem anonymisierten Account zu prüfen. Beide kamen schlussendlich zur Erkenntnis: Da über die voestalpine im Web viel gesprochen wird, sollte diese Kommunikation nicht alleine gelassen werden. Und es wurde konzernintern ein Schwerpunkt auf Social Media gelegt.

Um die Management-Ebene zu involvieren, wurden die Digitalks-Veranstaltungen eingeführt. Vor kurzem wurde eine Online-Media-Strategie ausgearbeitet. Als Zielgruppenfelder wurden Investor Relations, Human Resources, Public Relations und die allgemeine Öffentlichkeit definiert.

Der Vorteil von Social Media ist aus Unternehmenssicht klar: Die voestalpine kann die User dort erreichen, wo sie sind.

Die derzeitigen Social-Media-Channels der voestalpine:

Der Innovationsblog. Ein Themenblog zu Innovationen rund um Stahl. Er wird gut verlinkt und ist auch im renommierten Börsenexpress top gelistet.

Twitter. Sie haben zwar noch nicht so viele Follower, die sind  dafür aber hochqualitativ.

Facebook. Derzeit 1.721 Freunde. Aktive Community, es wird gut und gerne kommentiert oder auf „Gefällt mir“ gedrückt.

YouTube-Channel. Für bewegte und bewegende Bilder.

Flickr-Seite. Mit Bildern und Alben zur besseren Illustriuerung der Innovations-Themen.

Slideshare. Präsentationen und Powerpoint-Folien zu voestalpine-Themen.

Gerhard Kürner sagte mir im Anschluss, dass sie nicht zwanghaft bei allen Plattformen gelistet sein wollen. Sie haben sich die für sie wichtigsten Kanäle ausgesucht und fokussieren sich dabei aber stark auf diese Channels.

In diesen Tagen wird ein eigenes Social-Media-Manual an alle 40.000 Mitarbeiter ausgesendet. Eine Handlungsempfehlung, keine Guideline, wie sich die voestalpine-Mitarbeiter im Social-Media-Bereich verhalten sollen. „Denn jeder Mitarbeiter sollte sich auch bewusst sein, dass er auch Botschafter unseres Unternehmens ist.“

Das Ziel ist es, die Basics zu vermitteln, für das Thema zu sensibilisieren, einen Handlungsleitfaden zu geben und die Ansprechpartner im Unternehmen klar zu definieren.

Kernstück des Manuals sind die 7 Grundsätze im Social Web:

  • 1. Sprechen Sie nur für sich
  • 2. Seien Sie authentisch
  • 3. Niemals vergessen: Das Web hat ein Gedächtnis
  • 4. Privatsphäre schützen
  • 5. Copyright beachten
  • 6. Marke respektieren
  • 7. Verantwortungsvoll kommunizieren

Im Anschluss an die Vorträge ließen wir uns noch in einer äußerst spannenden und beeindruckenden Führung in der Stahlwelt die Hintergründe zum faszinierenden Werkstoff Stahl zeigen. Herzlichen Dank für „Digitaltalk for business“, es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Und heute geht’s im Novotel Linz weiter im Thema Social Media mit dem zweiten BRANDmelder.