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BRANDmelder Nachlese: Was wir von Tante Emma lernen können

Freitag, 01. April 2011

„Ich liebe Sie!“ – Ein ziemlich ungewöhnlicher Eröffnungssatz in einem Vortrag für B2B-Experten. Aber was ist schon normal an einem BRANDmelder-Nachmittag? Auch die Sitzordnung wurde diesmal völlig verändert. Das Publikum saß sich vis-a-vis gegenüber, um die Partnerschaft zwischen Kunde und Anbieter zu verdeutlichen. Und um das Mitmachen zu erleichtern. Denn wie jeder BRANDmelder-Nachmittagstalk war auch dieser sehr stark interaktiv geprägt. Auch diesmal flogen „Beschwerdebriefe“ von einer Seite zur anderen, die „Marke-Ting-Glocke“ wurde geläutet und die ÖBB ließen ihre Bahnsteigkelle schwingen.

Bierernst ging es also nicht zu – das lag vielleicht auch an den Gratiskostproben der Brauerei Schloss Eggenberg, die den knapp 60 BRANDmelder-Besuchern mundeten – aber gerade deshalb wurde ein aktuell heißes Thema „mundgerecht“ serviert und konnte so in den Köpfen der Besucher die richtigen Einsichten und Gedanken auslösen.

Was kann der Mittelstand von Tante Emma lernen?

„Tante Emma war ein Informationsumschlagplatz“, postulierte Claus Zerenko von der B2B-Werbeagentur reklamebüro. „Wenn sie gesprochen hat, war das Gegenüber erstmal still. Im Kern funktioniert so auch das Web 2.0“ Aber, Moment, es heißt doch Web 2.0 sei ein Dialog? Thomas Börgel von der Universität Münster relativiert: „Web 2.0 ist per definitionem noch kein Dialog! Es ist in Wirklichkeit ein Mitmach-Web.“ Damit können neue und andere Statements platztiert werden. In der Hoffnung, dass jemand diesen Eintrag mit einem elektronischen „Boah!“ (auf facebook mit einem hochgereckten Daumen symbolisiert) versieht. Und damit Anerkennung und Respekt verteilt.

Agenda setting

Genau das ist es, worauf es im B2B vor allem ankommt: Anerkennung und Respekt. Unternehmen können also mit Web 2.0 ihre Themen streuen und besetzen. Indem sie Multiplikatoren und Empfehlungsgebern gezielte Informationen zukommen lassen und Plattformen bereitstellen. Und zwar aktiv. Es kommt wie bei Tante Emma nicht primär auf die Produkte an, sondern auf interessante Informationen, mit denen man sich Anerkennung verschaffen kann.

Mitmach-Web zum Gleich-Ausprobieren

Und wenn Ihnen die Veranstaltung (oder auch diese Nachlese) gefallen hat, dann schenken Sie uns doch ein digitales „Boah“, indem Sie einen der untenliegenden Knöpfe drücken. Am meisten freuen wir uns aber, wenn Sie uns unten kurz kommentieren, wie Ihnen die Veranstaltung oder die BRANDmelder-Reihe insgesamt gefallen hat.

Weiter Bilder finden Sie in diesem Picasa-Album:

Picasa-Album BRANDmelder: Was wir von Tante Emma lernen können.