Das CommWorld-Meeting, eine Konferenz europäischer Werbeagenturen, findet zweimal im Jahr statt und beinhaltet einen internationalen Austausch an Erfahrungen von inhabergeführten Werbeagenturen. Das Frühjahrs-Meeting des CommWorld-Werbeagentur-Netzwerkes fand von Mittwoch 16. bis Samstag 19. Juni 2010 statt. Als Repräsentantin der B2B Werbeagentur reklamebüro reiste Sabina an.
Mittwoch abend traf sich der CommWorld-Vorstand zu einem internen Meeting, für die restlichen Teilnehmer wurde der Anreiseabend wie immer zu einem legeren Meet-and-Greet.
Viva la Revolución
Das Meeting stand unter dem Titel „Revolution“. Einerseits weil eine europaweite Umstrukturierung der klassischen Werbeagenturen spürbar ist, andererseits wurde das Meeting auch als erstes „Low-Cost-Meeting“ geführt. Ein augenzwinkernder Tribut an die globale Finanzkrise.
Sehr sympathisch dabei der interne Wettbewerb, wer die günstigste Anreisemöglichkeit gebucht hat: In diesem Falle Ron Pollin, der um lediglich 100 Euro von England anreiste. Passend zum Thema des Meetings wurden die Teilnehmer auch mit „Revolutions-Barett“, T-Shirt und allerlei weiteren Gimmicks ausgestattet:
Zu Beginn des ersten Arbeitstages wurde ein Rückblick auf das Digital Camp gegeben, das allseits mit Lorbeeren überschüttet wurde. Auf Grund des Erfolges wurde entschieden, das Digital Camp weiterzuführen und in Zukunft mit den bewährten Creative Camps zu verquicken.
Echtes länderübergreifendes CommWorld-Projekt
Eine vorbildliche CommWorld-Leistung konnte Sabina mit ihrer Kollegin Luisa Cobbe aus Italien präsentieren: Die länderübergreifende Zusammenarbeit für den Kunden Rubner Haus. Eine internationale, fächerübergreifende Zusammenarbeit, die den großen Vorteil der CommWorld-Netzwerkes aufzeigt: Internationale Erfahrung trifft auf regionales Know-how. (Details davon im letzten Agenturboten)
Später wurden die Erfahrungen der Teilnehmer mit der gespannten globalen wirtschaftlichen Lage erörtert. Fazit: Mit wenigen Ausnahmen müssen alle Werbeagenturen im europäischen Raum mit herausfordernden Bedingungen kämpfen, denen zum Großteil mit einer neuen, strategisch geschärften Ausrichtung begegnet wird.
C3-Award an Belgien
Im Anschluss daran wurde der C3-Kreativaward an Jean-Luis van Nunen (IOTTA, Belgien) übergeben. Er hatte mit seinem Team die Einführung einer Einkaufsgemeinschaft für Obst- und Gemüsehändler in Belgien begleitet: Prima Mundo. Der C3-Kreativaward ist ein interner Kreativwettbewerb aller beteiligter CommWorld-Agenturen.
Abschließend hat Matthias Felder von Kobalt (Schweiz) ein neues Kunden-Analyseprogramm vorgestellt, mit dem es in wenigen Schritten möglich ist, die Stärken und Schwächen von Unternehmen festzustellen. Klingt interessant, werden wir uns auf jeden Fall näher ansehen.
Zum Ausklang des Tages wurde noch das neue beeindruckende Musiktheater „Casa da Música“ besichtigt. Geplant wurde das Gebäude von Rem Koolhaas und Ellen Van Loon, die grafische Identität hat bekanntlich Österreichs Aushängeschild im Grafikdesign, Stefan Sagmeister, geschaffen.
Die Revolution in der Politik
Am zweiten Arbeitstag war wiederum Revolution angesagt. Luís Rosendo hielt einen Vortrag über die Mechanismen der portugiesischen Revolution von 1974. Im Anschluss zeigte Tiago Barbosa Ribeiro von den Jungsozialisten Portos welche wichtige Rolle das digitale Marketing im letzten Wahlkampf gespielt hat.
Vito, Gastgeber von BBZ, Porto, gab noch einen Einblick in eine neue, streng geheime Präsentation, die sie in Kürze präsentieren werden.
Zum Abschluss konnten noch die Teilnehmer interessante Kampagnen oder Kommunikationsideen aus ihrem eigenen Umfeld vorstellen. Per Johansson (Skooter, Schweden) stellte u.a. ein selbstentwickeltes Marken-Workshoptool vor. Sabina präsentierte unseren BRANDmelder, der nun schon zum zweiten Mal mit Erfolg über die Bühne ging.
Das Meeting klang gemütlich mit einer Bootsfahrt auf dem Douro und anschließender Portwein-Verkostung bei Cálem und gemütlichem Abendessen in einem landestypischen Lokal aus.
Fazit der Konferenz: Die Kommunikationsbranche Europas ist im Wandel. Nicht nur wegen der Finanzkrise, auch wegen der digitalen Revolution. Es ist nicht angebracht, alten Zeiten nachzujammern, sondern neue Wege und eine zukunftsweisende Ausrichtung zu finden, so der einhellige Tenor. Wir haben wieder neue Inspirationen mitnehmen können, die sich in der einen oder anderen Weise sicherlich in unserer Arbeit wiederfinden wird. Das nächste CommWorld-Meeting wird Ende September in Sofia, Bulgarien, stattfinden.
Eine erweiterte Diaschau des Meetings findet ihr auf Picasa:
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